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Ich bin ein Hund

Ich bin ein Hund

Ich habe vor vielen Jahrtausenden gelernt, das ihr Menschen eigentlich ganz ok seid. Das man in eurer Nähe immer etwas Essbares finden kann, das man am warmen Feuer sitzen darf und einen sicheren Schlafplatz haben kann. Ich durfte bei der Jagd helfen, dafür bekam ich all diese Annehmlichkeiten.

Heute bin ich immer noch ein Hund, aber ihr Menschen braucht mich nur noch selten als Jagdhelfer, als Spürhund, als Schutzhund. Wir sind Ersatz-Kinder , oder Ersatz-Partner geworden. Diesen Part können und wollen  wir nicht ausfüllen. Wir werden mit Liebe überhäuft, ertrinken manchmal geradezu in Liebe. Nur eines und das ist für uns Hunde sehr wichtig bekommen wir allzuoft nicht , Erziehung, eine konsequente, faire, liebevolle Führung.

Wir Hunde haben uns den Menschen angeschlossen, weil ihr die Verantwortung für uns übernommen habt, ihr uns geführt habt. Heute habt ihr zwar auch die Verantwortung für uns, nur Führen wollt ihr uns nicht. Was wir brauchen ist Respekt, liebevolle Zuwendung und ganz wichtig, ein Regelwerk. Klare Ansagen! Nicht heute so und morgen anders. Wenn wir das nicht bekommen versuchen wir mit allen möglichen Unarten um Hilfe zu rufen. Aber wir werden so oft nicht gehört, oder falsch verstanden, einfach ignoriert, und am Ende  weggegeben weil wir durch eure Fehler zu einem unkalkulierbaren Risiko wurden.

Meine Bitte: erlernt unsere Sprache, erlernt unsere Körpersignale zu deuten, habt Geduld mit uns wenn nicht alles sofort klappt, hinterfragt euch ob ihr auch für uns verständlich mit uns kommuniziert habt. Überlegt euch einmal wieviel uns abverlangt wird, um uns  in eurer Welt zurechtzufinden. Damit das für alle eine positive Erfahrung wird, müsst ihr uns führen, respektvoll, fair und mit Liebe.